-- RASSENBESCHREIBUNG --
ist der Windhund Spaniens. Er wurde dort seit Jahrhunderten als Jagdhund auf Hasen gehalten und seine Zucht war ausschließlich auf den Gebrauchswert ausgerichtet.

Auch der
spanische Windhund ist in der Wohnung ein ruhiger Vertreter, der mit Fremden
vorsichtig aber nicht aggressiv ist.
Der Galgo kommt in zwei Haarvarietäten vor: Kurzhaar und Rauhhaar.
Nur auf den ersten Blick ist der Galgo dem Greyhound ähnlich. Tatsächlich ist
der Galgo espanol ein ausdauernder ,sehr robuster Hund, dessen Bestimmung die
Hasenjagd im offenen kargen Gelände mit steinigem , scharfkantigem Untergrund
war. Leider hat das in Spanien vor dem Krieg eingeführte Profiwindhundrennen den
Galgo espanol ruiniert.
Kurzbeschreibung:
Galgo espanol
FCI Gruppe X
Größe: groß 60-65 cm
Haarkleid: kurz oder rauh
Anfroderungen an den Besitzer: Fortgeschritten
Ursprüngliche Verwendung: Hetzhund auf Hasen
Heute: sehr selten , in Spanien: privater Jagdhund
Der Galgo espanol existiert in seiner ursprünglichen reinen Form kaum noch. Infolge des professionellen Windhundrennsports wurden Galgo espanol mit Greyhounds gekreuzt. Heute bemühen sich Züchter außerhalb Spaniens den ursprünglichen Typ wieder herauszuzüchten.
Besondere
Eigenschaften:
WESEN
ursprünglich, feurig, zurückhaltend, eigenwillig
PFLEGE UND HALTUNG:
pflegeleicht, ruhig und im Haus, heftig im Freien, erziehbar, anhänglich an
seinen Besitzer, Fremden gegenüber zurückhaltend und vorsichtig
BEWEGUNG
regelmäßig lange Spaziergänge, möglichst mit freiem Auslauf, feuriges
Temperament
Kurzer
geschichtlicher Abriss:
Der Galgo Español war den Römern schon in der Antike bekannt; es ist aber
anzunehmen, dass seine Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel schon viel
früher stattfand. Er stammt von den alten asiatischen Windhunden ab und hat sich
an die spanischen Steppen- und Ebenen-Verhältnisse angepasst. Er wurde während
des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in großer Zahl in andere Länder wie Irland und
England exportiert, Der Galgo Español ist einer der Vorfahren des Englischen
Windhundes (Greyhound), der die gleichen spezifischen Rassenmerkmale wie der
Galgo Español aufweist und somit die gleiche Basis für die spätere Auslese und
Anpassung. Man muss hinzufügen, dass unter den zahlreichen Zitaten klassischer
Autoren das folgende des Erzpriesters von Hita den wichtigen und ursprünglichen
Verwendungszweck der Rasse hervorhebt: «Sobald der Hase losläuft, hetzt ihm die
Galgo-Hündin nach».
Allgemeines
Erscheinungsbild:
Windhund von erheblicher Größe, mittlerem Format, leicht konvexem Profil,
länglich in seiner Gestalt, mit langgezogenem Schädel. Kompaktes Skelett, langer
und schmaler Kopf, geräumiger Brustkorb, stark aufgezogener Bauch und sehr lange
Rute. Hinterhand ausgeprägt senkrecht gestellt und bemuskelt. Feines, kurzes
Haar oder halblanges Rauhaar.
Wichtige
Proportionen:
Langgezogener Körper: Die Länge des Körpers ist etwas größer als die
Widerristhöhe. Wesentlich sind vor allem die Proportionen und die funktionelle
Übereinstimmung, sowohl im Stand als auch in der Bewegung.
Verhalten /
Charakter (Wesen):
Ruhiges und gelegentlich zurückhaltendes Wesen. Bei der Jagd entwickelt er
jedoch Tatkraft und Lebhaftigkeit.
Kopf:
Dem Körper
entsprechend ist der Kopf lang, knochig und trocken. Das Verhältnis von
Schädellänge zu Fang ist 5/6: die Länge des Schädels 5, Länge des Fangs 6. Die
oberen Begrenzungslinien von Fang und Schädel streben auseinander. Von oben
gesehen soll der Kopf ebenmäßig und sehr lang sein, mit einem langen und
schmalen Fang.
Oberkopf
Schädel: Schmal und von leicht konvexem Profil. Er ist länger als breit. Durch
die Mitte der Schädeldecke verläuft eine in den ersten zwei Dritteln (vom Fang
aus gesehen) sehr ausgeprägte Furche. Die Stimhöcker und der Hinterhauptkamm
sind bloß angedeutet.
Stop: Leicht, sehr wenig betont.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Klein, feucht; schwarz pigmentiert.
Fang: Lang, mit gegen den Stop zu leicht konvexem, schmalem Nasenrücken.
Lefzen: Sehr trocken. Die obere Lefze bedeckt knapp die untere. Die untere
bildet keinen betonten Mundwinkel. Die Lefzen sind fein, straff und dunkel
pigmentiert.
Kiefer/Zähne: Zähne stark, weiß und gesund. Scherengebiss. Die Eckzähne sind
stark entwickelt. Alle Prämolaren sind vorhanden.
Augen: Klein, schrägstehend, mandelförmig; vorzugsweise dunkel, haselnussfarbig.
Ruhiger, sanfter und zurückhaltender Ausdruck.
Augenlider: Feine Haut und dunkle Augenschleimhaut. Sehr eng am Augapfel
anliegend.
Ohren: Breiter Ansatz, dreieckige Form, fleischig im ersten Drittel, bis zur
abgerundeten Spitze dünner und feiner werdend. Hoch angesetzt. Bei
Aufmerksamkeit sind die Ohren im ersten Drittel halb aufgerichtet mit
gefalteten, seitwärts gerichteten Enden. Im Ruhestand (entspannt) bilden sie ein
am Kopf eng anliegendes Rosenohr. Zieht man sie nach vorne, reichen sie knapp
bis zum Mundwinkel.
Gaumen: Dunkel mit sehr ausgeprägten vorstehenden Schleimhautrillen.
Hals: Lang, oval, flach, schlank, stark und beweglich. Schmal beim Kopfansatz,
bis zum Rumpfbeginn sich leicht verbreiternd. Die obere Linie ist leicht konkav.
Die untere Linie ist fast geradlinig mit, in der Mitte, einer leichten Wölbung.
Körper
Gesamtansicht: Rechteckig, stark und beweglich, Kraft, Beweglichkeit und
Widerstandsfähigkeit anzeigend. Der Rippenkorb ist stark entwickelt; stark
aufgezogener Bauch.
Obere Profillinie: Leicht konkav verlaufende Rückenlinie, konvex verlaufende
Lendenpartie. Ohne brüske Unterbrüche und ohne Abweichungen während der
Bewegung, was einen Eindruck von großer Elastizität vermittelt.
Widerrist: Leicht angedeutet.
Rücken: Gerade, lang und gut umrissen.
Lenden: Lang, kräftig, nicht sehr breit, mit einer gebogenen oberen Linie und
kompakter Muskulatur, den Eindruck von Beweglichkeit und Kraft gebend. Die Höhe
der Lende kann in ihrem Mittelteil die Höhe des Widerristes übertreffen.
Kruppe: Lang, kräftig und sehr schräg. Ihre Neigung zur Horizontalen beträgt
mehr als 45 °.
Brust: Mächtig, trotzdem nicht sehr breit; tief, ohne den Ellenbogen zu
erreichen, und sehr lang in der Ausdehnung bis zur 13. Rippe. Spitze des
Brustbeins ausgeprägt
Rippen: Flache Rippen und weite Rippenzwischenräume. Die Rippen müssen gut
sichtbar und ausgeprägt sein. Der Umfang des Rippenkorbes ist um ein weniges
größer als die Widerristhöhe.
Untere Profillinie und Bauch: Der Bauch ist vom Ende des Brustbeines an stark
aufgezogen. Kurze und trockene Weichen; gut entwickelte Flanken.
Rute: Tief angesetzt und kräftig am Rutenansatz; sie fällt den Läufen entlang
und liegt ihnen eng an. Sie verjüngt sich zunehmend bis zu einer sehr dünnen
Spitze. Beweglich und sehr lang; sie reicht weit über das Sprunggelenk hinaus.
Im Ruhezustand hat die Rute die Form einer Sichel mit einem stark ausgeprägten,
seitlich weisenden Haken am Ende. Sie ist zwischen die Läufe geschoben und
berührt mit dem Haken vor den Hintergliedmassen fast den Boden. Dies ist ein
typisches Merkmal dieser Rasse.
Gliedmaßen
Vorderhand
Allgemeines Läufe absolut senkrecht, fein, gerade und parallel; kurzer und
dünner Vordermittelfuß, Hasenpfoten.
Schultern: Trocken, kurz und schräg. Das Schulterblatt soll deutlich kürzer sein
als der Oberarm.
Oberarm: Lang, länger als das Schulterblatt, sehr muskulös, mit freiem
Ellenbogen, obwohl dieser dem Körper eng anliegt.
Unterarm: Sehr lang, gerade und parallel, gut ausgeprägte Knochen,
hervorstehende Sehnen. Karpalballen sehr ausgeprägt.
Vordermittelfuß: Leicht geneigt, fein und kurz.
Vorderpfoten: Hasenpfote. Eng aneinanderliegende und gewölbte Zehen. Starke und
lange kräftige Zehenglieder. Pfotenballen hart und gut entwickelt. Die
Zwischenzehenhaut ist mäßig ausgebildet, die Krallen sind sehr gut ausgebildet
Winkel: Winkel Schulterblatt zu Oberarm 110 Grad. Winkel Oberarm zu Unterarm 130
Grad.
Hinterhand
Allgemeines: Kräftig, gut abgezeichnete Knochen; lange, gut ausgebildete
Muskulatur. Absolut senkrecht gestellt, mit korrekten Winkelungen. Gut
ausgeprägte Sprunggelenke; kurzer Mittelfuß, senkrecht zur Erde. Hasenpfoten mit
gewölbten Zehen. Die Hinterhand gibt den Eindruck von Kraft und Wendigkeit bei
gutem Schub.
Oberschenkel: Sehr stark, lang, muskulös und fest. Der Oberschenkelknochen hat
eine optimale Senkrechtstellung (zum Boden). Von hinten gesehen, sieht man auf
den ersten Blick die sehr gut ausgebildete Muskulatur; die Länge des langen,
flachen und starken Oberschenkels beträgt ¾ der Länge des Unterschenkels.
Unterschenkel: Sehr lang mit ausgeprägten, feinen Knochen; muskulös im oberen
Teil und weniger muskulös im unteren Teil mit klar sichtbaren Venen und Sehnen.
Sprunggelenk: Sehr ausgeprägt mit gut sichtbar stark ausgebildeter
Achilles-Sehne.
Hintermittelfuß: Dünn, kurz und senkrecht zum Boden.
Hinterpfoten: Hasenpfoten, genau so geformt wie bei den Vordergliedmaßen.
Winkel: Hüfte zu Oberschenkel 110 Grad, Oberschenkel zu Schienbein 130 Grad
Sprunggelenkwinkel größer als 140 Grad
Gangwerk:
Der typische Gang ist naturgemäß der Galopp. Der Trab ist sehr lang, nahe über
dem Boden, elastisch und energisch. Ohne Tendenz zum Paßgang und zu seitlicher
Verschiebung.
Haut:
Straff am Körper in allen Bereichen, widerstandsfähig und beweglich, rosafarben.
Die Schleimhäute sollen dunkel sein.
Haarkleid
Haar: Dicht, sehr fein, kurz, glatt; verteilt über den ganzen Körper bis zu den
Zehenzwischenräumen. Im hinteren Bereich der Oberschenkel etwas länger. Die
Varietät mit halblangem Rauhaar zeigt eine unterschiedliche Rauheit und Länge
der Haare, obwohl die Haare immer gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt
sind, bilden sich ein Oberlippen- und Backenbart, buschige Augenbrauen und ein
Haarschopf.
Farbe: Alle Farben sind zulässig. Die typischen Farben sind in der Reihenfolge
ihrer Bevorzugung:
- Falbfarben und mehr oder weniger dunkel gestromt gut pigmentiert.
- Schwarz.
- Schwarz gefleckt, hell oder dunkel.
- Dunkel falbfarben.
- Zimtfarben.
- Gelb.
- Rot.
- Weiß
- Gescheckt.
Größe
Widerristhöhe: Rüden: 62 bis 70 cm, Hündinnen: 60 bis 68 cm
Abweichungen von 2 cm nach oben sind bei Hunden mit einer harmonischen
Gesamterscheinung zugelassen.